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12.03.2018

Schulwerkstatt

Schulwerkstatt (2)
BU: Marion Heinrich (staatl. Schulamt), Jutta Schulz (Schulleiterin Lennéschule), Birgit Schubert, Reinhard Mach, Marko Rosin (Landkreis LUP), Rudolf Hubert Foto: Joachim Voll ©

Am 22.2.18 trafen sich die Kooperationspartner der Schulwerkstatt Ludwigslust zur Unterzeichnung der aktualisierten und überarbeiteten Konzeption der Schulwerkstatt Ludwigslust. Die Vertreter der Caritas Mecklenburg, der Regionalen Schule „P. J. Lenne“, des Fachdienstes Jugend Ludwigslust und der Stadt Ludwigslust  bekräftigten erneut ihre Einstellung zur erfolgreichen Zusammenarbeit.

In der Konzeption sind die Ziele und die sich daraus ergebenen Maßnahmen zu deren Umsetzung  in der pädagogischen und sozialpädagogischen Arbeit in der Schulwerkstatt zusammengestellt. Im Wesentlichen sind die Ziele nicht grundlegend  verändert, aber aktualisiert worden, denn die Schulwerkstatt gibt es seit 2006 in Ludwigslust. Die Regionale Schule „P. J. Lenne“ und die Caritas Mecklenburg arbeiten nunmehr 12 Jahre bewährt und förderlich miteinander. Diese enge Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe ist eine Besonderheit. In Nordwestmecklenburg und Schwerin gibt es insgesamt nur sechs Schulwerkstätten.

Eine Schulwerkstatt ist ein alternatives Bildungs- und Erziehungsangebot für Schüler der Klassen 5-7, welche in den herkömmlichen Schulformen nicht zurechtkommen. Diese Schüler brauchen beispielsweise kleinere Klassen, gezielte Aufarbeitung von Lerndefiziten und sozialpädagogische und verhaltenstherapeutische Unterstützung im Schulalltag. Für viele Familien ist diese Form der Hilfe eine große Entlastung.

Die Arbeit in der Schulwerkstatt hat sich in den letzten Jahren verändert. In den Anfangsjahren waren die Schüler meist älter als 13 Jahre, viele zeigten deutlich schulverweigerndes Verhalten und eine Rückführung in die „normale“ Schulform war oft nicht mehr möglich. Diese Schüler wurden dann an weiterführende Bildungseinrichtungen vermittelt.

In den letzten 5 Jahren gab es immer mehr  jüngere Kinder, die in ihrer Herkunftsschule Schwierigkeiten hatten. Viele waren schon in der Grundschule auffällig geworden, sodass die Eltern und Pädagogen frühzeitig nach Alternativen suchen konnten. Nach dem Besuch der Schulwerkstatt hatten die Kinder bessere Chancen, im Regelschulsystem zurechtzukommen und die  „neugelernten“ Verhaltens- und Handlungsweisen auszuprobieren.

Derzeit gibt es 7 Schüler in der  Schulwerkstatt Ludwigslust. Im laufenden Schuljahr 2017/18 besuchten 11 Kinder die Einrichtung, 4 Schüler konnten bereits an ihre Herkunftsschule zurückgeführt werden. Birgit Schubert, Sozialpädagogin, 22.02.2018