Natur & Erholung

Rund um Natur

Wir sind eine grüne Stadt mit einer der größten Parkanlagen Norddeutschlands und eingebettet in die Wasser- und Naturlandschaft der Region!

Der Schlosspark der Stadt Ludwigslust ist mit 130 ha eine der größten Parkanlagen Norddeutschlands. Die Gestaltung mit Wasserspielen, Wiesenflächen und Waldhügeln bietet gleichermaßen Raum für Rückzug und Erholung wie auch für gesellige Picknicks im Grünen oder Outdoorsportarten. Die direkt anschließende Orangerie ist Sitz der ältesten und mit 110 ha mittlerweile einer der größten Sanddornplantagen Europas.

Ludwigslust ist außerdem eingebunden in die Natur- und Wasserlandschaften der Müritz-Elde-Wasserstraße und der Lewitz-Region mit ihren zahlreichen Möglichkeiten zum Radwandern, für Kanutouren oder Reit- und Wanderausflüge in die Region.

Schlosspark

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© Stadt Ludwigslust

Ein Spaziergang durch einen der größten und schönsten Landschaftsparks Mecklenburgs ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Der Ludwigsluster Schlosspark beeindruckt nicht nur durch seine künstlerische Gestaltung und Artenvielfalt sondern durch die Harmonie und Ruhe, die er ausstrahlt.

Ausführliche Informationen unter Sehenswertes / Schlosspark hier >>> 

Sanddorn - die Zitrone des Nordens

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© Stadt Ludwigslust

Wussten Sie, dass zwei kleine Sanddornbeeren mehr Vitamin C in sich tragen, als eine ganze Zitrone? Aber nicht nur als einheimischer Energielieferant ist der kratzbürstige Sanddorn so attraktiv. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt die Beere seit Jahrhunderten als entzündungshemmendes natürliches Heilmittel und als kleines "Anti-Aging-Wunder".  In der Sanddorn-Manufaktur können Sie jede Menge Wissenswertes und Unterhaltsames über die Sanddornbeere erfahren !

Die Sanddornplantagen der Sanddorn Storchennest GmbH Ludwigslust sind das älteste und mit 110 ha mittlerweile größte Anbaugebiet Europas. Die Beeren werden nach den strengen Richtlinien des anerkannt ökologischen Landbaus kultiviert. In der Sanddorn-Manufaktur bringen wir Ihnen die traditionellen Finessen des Anbaus, der Ernte und der Verarbeitung der Pflanze näher.

Besichtigung der Sanddornplantagen über die Sanddorn-Storchennest GmbH, Tel. 03874 / 5704078

Natureum am Schloss Ludwigslust

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© Stadt Ludwigslust

Erstes Naturmuseum in West-Mecklenburg 

Das „Natureum am Schloss Ludwigslust“ wurde am 21.03.2006 eröffnet und schließt damit einen weißen Fleck in der Museumslandschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Naturfoschende Gesellschaft
West - Mecklenburg e.V.
Schloßfreiheit 4 - 19288 Ludwigslust

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung
Kontakt: Uwe Jueg, Georgenhof 30 - 19288 Ludwigslust
Tel 03874 / 417889, E-Mail: uwejueg@googlemail.com

Zur Geschichte des Hauses
Das als Fontänenhaus errichtete Gebäude wurde wohl um 1747 - 1750 erbaut und ist somit das älteste Gebäude der Stadt Ludwigslust. Erbaut wurde es, um die hinter dem ehemaligen Jagdschloss liegenden Springbrunnen mit Wasser zu versorgen. Auch als Wohnraum für Hofbedienstete hat es gedient.

Publikationen: Vom Fontänenhaus zum Natureum
Den aktuellen Kenntnisstand zur wechselvollen Geschichte und kunsthistorischen Bedeutung des Fontänenhauses haben die Autoren Uwe Jueg, Sylvia Böttcher und Karl Hans Dommrich in der Publikation "Vom Fontänenhaus zum Natureum" aufgearbeitet und dargestellt. Zur Eröffnung des Natureums wird diese Publikation erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt und kann von Interessenten käuflich erworben werden.
 
Museumskonzept
Viele vorhandene naturwissenschaftliche Artefakte werden künftig hier aufbewahrt und für die naturwissenschaftliche Forschung bereitgehalten. Eine Dauerausstellung wird dem Besucher die Natur West-Mecklenburgs vorstellen und im Seminarraum kann Museumspädagogik angeboten werden.
 
Ausstellungen
Ausführliche Informationen zu den Dauerausstellungen und zu den Sonderausstellungen finden Sie direkt auf den Seiten des Natureums.

Jagdstern - "14 Alleen"

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© Stadt Ludwigslust

Der Ludwigsluster Jagdstern wurde in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts auf Anordnung von Christian Ludwig II. westlich seines Jagdhauses angelegt.

Die Alleen führen durch feuchte Gebiete, wie Brüche und Kolke mit Erlenbewuchs, und trockenere Horste mit überwiegend Nadelholz. Der Stern hat mit seinen Alleen eine Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 5 km und eine Ost-West-Ausdehnung von ca. 6 km.
Dabei herrschen im engeren Sternbereich um die Insel feuchte bis nasse Waldreviere vor; im weiteren Sternbereich dagegen nehmen die Wiesenflächen zu. Diese feuchten Niederungen sind reich an Wild. Die Alleen wurden als ungewalzte Jagddämme mit beidseitigen Entwässerungsgräben gestaltet.
1756 band Herzog Friedrich den Ludwigsluster Kanal in den Jagdstern an.
Große Teile des Erlenbruchwaldes sind heute wertvolle Biotope, die gesetzlichen Schutz genießen. Heute passt sich die naturnahe Forstwirtschaft diesen Verhältnissen an. Die Stadt Ludwigslust hat in diesem Bereich einen Waldlehrpfad angelegt.

Was ist ein Jagdstern?

Während des Barock (17./ 18. Jahrhundert) wurde das Jagdrevier durch ein in der Regel 6 bis 10 strahliges Schneisensystem (Stern) erschlossen. Diese Schneisen gingen von einem rundlichen Mittelpunkt (Rondell) aus und teilten den Wald in keilartige Stücke auf. Auf dem Rondell wurde häufig ein Jagdschloss als Mittelpunkt des Jagdreviers oder ein Schießstand errichtet, von dem das Wild mühelos allseitig bejagt werden konnte. In der Nähe des Jagdschlosses befanden sich kleine Pavillons für Wirtschaftszwecke und Unterkünfte. Auf den Schneisen konnte der Jagdherr währen der Parforcejagd mit seinem Wagen rasch und bequem in alle Himmelsrichtungen gelangen. Der Wald war für ihn übersichtlich gegliedert. Die Anlagen von 14 in den Wald gehauenen Schneisen nahm man ab den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts vor. In Deutschland sind wahrscheinlich keine weiteren Jagdsterne solchen Ausmaßes bekannt.

Was ist unter einer Parforcejagd zu verstehen?

Die Parforcejagd entwickelte sich im 18. Jahrhundert aus der Hetzjagd. Wild (Rot- und Schwarzwild) wurde von berittenen Jägern (Pirsch- und Schießpferd) mit Hunden solange über weite Strecken gehetzt, bis es sich ermüdet stellte; dann wurde es durch eine Kugel in den Kopf oder einen Stich ins Herz getötet.

Im 18. Jahrhundert soll es in Deutschland 10 Parforce-Jagdausrüstungen gegeben haben. Darunter befand sich die Mecklenburg-Schwerinsche. Die Jagdausübung wurde als Regal (Hoheitsrecht) erklärt und stand damit auch nur allein den Landesherren zu.
Die barocke Jagdleidenschaft war geprägt vom bunten sowie wilden Treiben und der Jagdgrausamkeit. Der Jagdherr legte große Trophäensammlungen an und schmückte damit sein Jagdhaus aus.

Quelle: „Kulturhistorische und landschaftsökologisches Nutzungskonzept der Sterninsel mit den 14 Alleen im Ludwigsluster Landschaftspark“, (2001) Diplomarbeit an der Universität Rostock, Frau Dipl. Ing. Heidrun Almasi.

Elde-Müritz-Wasserstraße

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Die Elde-Müritz-Wasserstraße zählt zu den schönsten Gebieten für Wasserwanderer und ist ein gut schiffbares Gewässer. Wie der Name schon verrät, erstreckt sich die Wasserstraße über den Bereich der Müritz, die anschließenden Seen und den Verlauf der Elde. Hier lässt es sich auch gut mit dem Kanu oder Paddelboot fahren, da die Fließgeschwindigkeit eher gering ist. 
Auf dem Weg begegnen Besucher vielen sehenswerten Orten. Neben Ludwigslust laden auch Dömitz, Grabow und Neustadt-Glewe zu einem Besuch ein. 

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Lewitz-Region

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Wie ganz Mecklenburg bekam die Lewitz in der letzten Eiszeit vor rund zehntausend Jahren ihr Gesicht. Durch das Abschmelzen der gigantischen Gletscher entstand eine markante, wasserreiche Landschaft mit sumpfigen Wiesen, Mooren und Teichen – ein Paradies für Wildtiere und Pflanzen. Der Name Lewitz, aus dem slawischen „lowit“ abgeleitet (was für waldreiche Gegend, Sammeln und Jagen steht), erinnert noch heute daran.

Das Gebiet der heutigen Lewitz liegt zwischen den Orten Crivitz, Parchim, Neustadt-Glewe und Banzkow, ihr nördliches Tor ist die Landeshauptstadt Schwerin. Typisch sind weit verzweigte Wasserwege wie die Alte Elde, deren ursprüngliches Flussbett teilweise erhalten ist, der Störkanal und die Müritz-Elde-Wasserstraße sowie unzählige Teiche, Kanäle und Gräben.

Über Generationen prägten die Menschen der Lewitz ihre Landschaft. Waren die eiszeitlichen Niederungen mit ihren Buchen, Birken, Eichen und Schwarzerlen noch im 13. Jahrhundert fast unberührt, blühte im 16. Jahrhundert der Holzhandel. Die Bäume der Lewitz wurden gerodet und zu Holzkohle für moderne Schmelzöfen verarbeitet. Die Wälder machten Platz für ausgedehnte moorige Wiesen. Erst im 18. Jahrhundert sorgte das noch heute bestehende Forstamt Friedrichsmoor für eine teilweise Aufforstung.

Von der Eiszeit geformt und von Menschenhand geprägt, ist die Lewitz mit ihrer einzigartigen Mischung aus Trockenwiesen, Teichen und Kanälen heute Europäisches Vogelschutzgebiet und Heimat für viele seltene Pflanzen und Tiere. Ein Ort mit Vergangenheit und Zukunft.

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